Stadt Infos
Die Stadt Vaz/Obervaz liegt in Bezirk Albula im Graubünden / Grigioni / Grischun .
Vaz/Obervaz (rätoromanisch Vaz, deutsch Obervaz) ist eine politische Gemeinde im Kreis Alvaschein im Bezirk Albula im Kanton Graubünden in der Schweiz. Die Gemeinde Vaz/Obervaz umfasst die Dörfer: Lain, Muldain, Zorten, Lenzerheide und Valbella, sowie die Weiler Nivagl, Fuso, Trantermoira, Sporz, Tgantieni, Sartons, Creusen und Obersolis.
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Vaz/Obervaz.Geographie.
bezeichnet.Das Gebiet der Gemeinde Vaz/Obervaz erstreckt sich in nordsüdlicher Richtung von Parpan bis Alvaschein bzw. Lantsch/Lenz und in ostwestlicher Richtung von der Bergkette des Parpaner Rothorns zu den ausgedehnten Alpweiden des Piz Scalottas, Piz Danis und Stätzerhorns. Am Südhang des Crap la Pala fällt das Gelände steil gegen die tief eingeschnittene Schlucht der Albula ab. Entsprechend gross sind die Höhendifferenzen innerhalb der Gemeinde: auf knapp 700 m ü. M. liegt der tiefste Punkt in der Schinschlucht, 2865 m erreicht der höchste Punkt am Parpaner Rothorn. Die Stammfraktionen liegen auf durchschnittlich 1200 m., der Kurort Lenzerheide auf rund 1500 m. Die ganze Gemeinde umfasst eine Fläche von 4245 ha, womit Vaz/Obervaz eine der grössten Gemeinden des Kantons Graubünden ist. Die eigentliche produktive Fläche beträgt rund 3000 ha, davon entfallen 730 ha auf die landwirtschaftlichen Nutzflächen.
Tourismusbüro:
www.Vaz/Obervaz.ch Vaz/Obervaz.ch
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Vaz/Obervaz.com

Adressen:
www.pensionvaz-obervaz.ch
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Sehenswert/Wissenswert:
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Vaz/Obervaz.Geschichte.
Nachweisbar besiedelt war Obervaz zur Zeit der Karolinger (750-910). Das Inventar der fränkischen Krongüter in Churrätien von 831 erwähnt die Fraktionen Lain, Muldain und Zorten mit der damaligen Kirche. Ausgrabungen im Bereich der alten Pfarrkirche St. Donat in Zorten brachten unter anderem auch römische Einzelfunde zum Vorschein.Die Gemeinde Vaz/Obervaz ist ein Teil des Nachlasses der Freiherren von Vaz. Dieses bedeutende Dynastengeschlecht ist urkundlich nachweisbar von 1135 bis 1338. Zweifellos waren die Freiherren von Vaz eines der mächtigsten Adelsgeschlechter im Alpenraum. Einer Urkunde aus dem Jahre 1253 kann entnommen werden, dass sie auch im deutschen Linzgau ausgedehnte Ländereien besassen. Es wird erwähnt, dass die Freiherren von Vaz in der Umgebung Salems von insgesamt 28 Ortschaften den Zehnten bezogen.In Graubünden besassen die Freiherren von Vaz neben ihrem Hauptsitz in Nivagl und später der Burg Belfort Rechte an gut 25 Burgen, von Neu-Aspermont in der Herrschaft bis Jörgenberg im Oberland, von Ortenstein am Ausgang des Domleschgs bis nach Splügen. Die beiden bedeutendsten Vertreter der Dynastie waren Walter der Vierte und Donat von Vaz. Donat hinterliess zwei Töchter, Kunigunde, verheiratet mit Friedrich von Toggenburg und Ursula, welche nach dem Tode des Vaters Rudolf von Werdenberg Sargans heiratete. Die Hinterlassenschaft des letzten Freiherren ging somit an diese beiden adeligen Häuser über.Im Jahre 1456 wurde Vaz/Obervaz durch Loskauf eine selbstständige Gemeinde. Der Bischof von Chur, sowie Schams und Obervaz kauften 1456 das Erbe der Ursula von den verarmten Grafen von Werdenberg Sargans für 3600 Gulden. Obervaz bezahlte für sein Gebiet 600 Gulden, ungefähr 11000 Franken.In den nächsten Jahrhunderten wird die Gemeinde sukzessive demokratischer und freiheitlicher, einzig der 30-jährige Krieg (1618-1648) führt sie kurzfristig zurück in einen Zustand der fehlenden Rechtssicherheit, des Leidens, materieller Schäden, Verschuldungen und wirtschaftlichem Ruin. Die Nachkriegszeit ist geprägt durch Kompetenzprobleme zwischen Politik, Bistum und einheimischer Justiz, durch Streitigkeiten um Waldnutzungsrechte und um Gemeindegrenzen. Ganz charakteristisch sind in diesem Zusammenhang die Streitigkeiten zwischen den Vazern, den Churwaldnern und Parpanern um Nutzungsrechte auf der Alp Stätz, welche 1487 mit der Erschlagung von zwölf Hirten der Gegenpartei durch die Vazer ihren Höhepunkt erreichten und erst im Jahre 1788 durch Pachtverträge erledigt werden konnten.Die grösste Not ist aus der Zeit des Dreissigjährigen Krieges überliefert. 1629 wurde durch kaiserliche Truppen die Pest aus dem Orient eingeschleppt. Sie erfasste grosse Teile Graubündens und raffte in vielen Talschaften den Grossteil der Bevölkerung hinweg. So verödete das Walserdorf Schall hinter dem Piz Danis vollständig und ist seither bloss noch Maiensäss. kamen erste Jenische schon im 18. Jahrhundert in den Besitz des Obervazer Bürgerrechts. In dieser Zeit hatten sie andernorts bestenfalls den Status von Hintersassen oder Tolerierten. Auf Grund dieses vorbestandenen Rechts wurde während der Umsetzung des eidgenössischen Gesetzes betreffend die Heimatlosigkeit Mitte des 19. Jahrhunderts auch vielen heimatlosen Jenischen mit verwandtschaftlichen Bezügen zu den Obervazer Jenischen das Obervazer Bürgerrecht von eidgenössischen Behörden zugeteilt. So nahm die Zahl der Obervazer Bürger sprunghaft zu, ohne dass sich die ansässige Bevölkerung wesentlich veränderte.
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