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Stadt Infos
Die Stadt Leuggern liegt in Bezirk Zurzach im Aargau .
Leuggern (schweizerdeutsch: ) ist eine Einwohnergemeinde im Bezirk Zurzach des Schweizer Kantons Aargau. Sie liegt nahe der Mündung der Aare in den Rhein und teilweise an der Grenze zu Deutschland.

Quellenangabe: Die Seite "Leuggern" aus der Wikipedia Enzyklopädie. Bearbeitungsstand 2010-04-25T20:22:07Z UTC. URL: Die Autoren und Versionen Der Text ist unter der Lizenz GNU Free Documentation License und der Lizenzbestimmungen Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported verfügbar.

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Leuggern.Geographie.

Die Gemeinde liegt westlich der Aare und besteht aus mehreren Dörfern und Weilern. Der nördliche Teil des rund sechs Kilometer langen und bis zu drei Kilometer breiten Gemeindegebiets liegt in der flachen und fruchtbaren Flussebene der Aare. Am südwestlichen Rand dieser Ebene, ungefähr in der Mitte der Gemeinde, befindet sich der Hauptort Leuggern (332 m ü. M.).[3]Rund einen Kilometer nördlich davon, getrennt durch den bewaldeten Herdlenhügel liegt am westlichen Ufer des Klingnauer Stausees die Ortschaft Gippingen (320 m ü. M.). Nochmals zwei Kilometer weiter nördlich liegt an der Aaremündung die ehemalige Arbeitersiedlung Felsenau (318 m ü. M.). Der westliche und südliche Teil der Gemeinde wird durch die Ausläufer des Tafeljuras geprägt. Südlich von Leuggern liegen auf einer erhöht liegenden Ebene die Weiler Fehrental (396 m ü. M.) und Schlatt (436 m ü. M.), im Südwesten die Weiler Hettenschwil (369 m ü. M.), Etzwil (415 m ü. M.) und Hagenfirst (478 m ü. M.).[3]Die Fläche der Gemeinde beträgt 1376 Hektaren, davon sind 510 Hektaren bewaldet und 125 Hektaren überbaut. Der höchste Punkt liegt auf 547 Metern südwestlich von Hagenfirst, der tiefste auf 312 Metern bei Felsenau am Ufer des Rheins.Nachbargemeinden sind Full-Reuenthal im Nordnordwesten, Waldshut-Tiengen im Norden, Koblenz im Nordosten, Klingnau im Osten, Böttstein im Südosten, Mandach im Süden, Mettauertal im Westen und Leibstadt im Nordwesten.

Quellenangabe: Die Seite "Leuggern.Geographie." aus der Wikipedia Enzyklopädie. Bearbeitungsstand 4. März 2010 22:38 UTC. URL: Die Autoren und Versionen Der Text ist unter der Lizenz GNU Free Documentation License und der Lizenzbestimmungen Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported verfügbar.


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Leuggern.Geschichte.

Früheste Siedlungsspuren stammen aus der Jungsteinzeit. Während der Bronzezeit existierten bei Leuggern und Gippingen zwei Dörfer. Um 500 v. Chr. nahmen die Helvetier, ein Keltenstamm, das Gebiet in Besitz. Ab 58 v. Chr. herrschten hier die Römer, die mehrere Gutshöfe errichteten. Zwischen 259 und 277 hielten die Alamannen das Gebiet um Leuggern besetzt, bevor sie von den Römern zurückgedrängt wurden. Der Rhein bildete die Nordgrenze des Römischen Reichs, bei Felsenau bestand ein Wachtturm. Um 400 zogen sich die Römer endgültig über die Alpen zurück. Die Alamannen besiedelten die Region und verdrängten allmählich die romanisierten Kelten. erfolgte 1231, als die Freien von Bernau ihren Grundbesitz dem Johanniterorden vermachten. Der Ortsname stammt vom althochdeutschen Liutgeresrein und bedeutet "leichter Abhang des Liutger".[2] Die Johanniter teilten ihren neu erworbenen Besitz zunächst der Kommende Bubikon im Zürcher Oberland zu. 1250 erfolgte die Gründung der Kommende Leuggern. Diese entwickelte sich zum religiösen und politischen Zentrum des Kirchspiels Leuggern, das die heutigen Gemeinden Leuggern, Böttstein, Full-Reuenthal und Leibstadt umfasste.1415 eroberten die Eidgenossen den Aargau und lösten die Habsburger als Landesherren ab. Das Kirchspiel Leuggern wurde ein Teil der Grafschaft Baden, einer Gemeinen Herrschaft. Es grenzte nun an Vorderösterreich, das bei den Habsburgern verblieben war, ab 1460 auch an den Berner Aargau. Während des Schwabenkrieges von 1499 wurden die Dörfer des Kirchspiels verwüstet und geplündert. Von 1529 bis 1531 hielten Truppen der reformierten Stadt Bern das Kirchspiel besetzt, die Bevölkerung blieb jedoch katholisch.Im März 1798 marschierten die Franzosen in die Schweiz ein und das Kirchspiel gelangte zum kurzlebigen Kanton Baden der Helvetischen Republik. Es entstanden die Munizipalitäten Böttstein und Leuggern. Während des Zweiten Koalitionskrieges im Jahr 1799 verlief die Frontlinie zwischen Franzosen und Österreichern mitten durch das Aaretal. Am Zusammenfluss von Aare und Rhein hatten die Franzosen ein Lager errichtet. Durch Requirierungen und Zwangseinquartierungen litt die Bevölkerung grosse Not.Nachdem 1803 durch die Mediationsakte von Napoleon Bonaparte der Kanton Baden aufgelöst und im Kanton Aargau aufgegangen war, wurden die Dörfer des Kirchspiels in einer einzigen Gemeinde wiedervereinigt. Mit einer Fläche von über 30 Quadratkilometern war sie die grösste des Kantons. Die Kantonsregierung wandelte die Kommende Leuggern zunächst in eine Staatsdomäne um, löste sie aber schliesslich 1819 auf. Nach mehreren Besitzerwechseln wurden die Gebäude der Kommende in ein Spital umfunktioniert.1816 beschloss das Kantonsparlament die Teilung der Grossgemeinde in die Gemeinden Böttstein, Leuggern und Oberleibstadt. Es war der Meinung, eine derart grosse Gemeinde ohne eigentliches Zentrum sei wirtschaftlich nicht überlebensfähig. 1832 wurden Full und Reuenthal von Oberleibstadt abgetrennt und bildeten die Gemeinde Full-Reuenthal. Oberleibstadt dagegen fusionierte 1866 mit Unterleibstadt. 1902 erfolgte die letzte Grenzbereinigung, als der kleine Weiler Jüppen von Leuggern abgetrennt und der Gemeinde Full-Reuenthal angefügt wurde.Die Bevölkerung Leuggerns lebte bis ins frühe 20. Jahrhundert weitgehend von der Landwirtschaft, die Industrialisierung hielt nur langsam Einzug. Im Zuge des Eisenbahnbooms in den 1870er Jahren gab es zahlreiche Bahnprojekte, die nie verwirklicht wurden. Die Aargauische Südbahn scheiterte mit ihrem Vorhaben, eine Bahnlinie von Brugg über Leuggern nach Waldshut zu bauen. Am 1. August 1892 wurde die Bahnstrecke Stein-Säckingen-Koblenz eröffnet. Sie berührte die Gemeinde jedoch nur am nördlichen Rand bei Felsenau und wurde am 28. Mai 1994 auf dem Abschnitt KoblenzLaufenburg für den Personenverkehr geschlossen.Ab 1880 wurde bei Felsenau Gips im Tagebau abgebaut, 1910 entstand sogar ein kleines Bergwerk. Der Gips wurde gleich an Ort an Stelle in einer Fabrik der Schweizerischen Gips-Union verarbeitet. Rund um die Fabrik entstand eine kleine Arbeitersiedlung. 1928 waren die Gipsvorkommen erschöpft und die Fabrik stellte danach Zement her, bis sie 1990 endgültig ihre Tore schloss.Bis Ende des 19. Jahrhunderts mäandrierte die Aare bei Gippingen sehr stark. Um die Jahrhundertwende wurde der Flusslauf begradigt. Zwischen 1931 und 1935 entstand durch den Bau eines Wasserkraftwerks der Klingnauer Stausee, der heute ein wichtiger Rastplatz für Zugvögel ist und unter Naturschutz steht. Das Naturparadies war ab 1950 durch Pläne für einen Flusshafen bedroht. Dieser war Teil eines Projekts für eine Schifffahrtsverbindung vom Rhein zum Genfersee (siehe Transhelvetischer Kanal). Es formierte sich heftiger Widerstand, der Ende der 1980er Jahre zum endgültigen Scheitern des überdimensionierten und wirtschaftlich fragwürdigen Projekts führte.

Quellenangabe: Die Seite "Leuggern.Geschichte." aus der Wikipedia Enzyklopädie. Bearbeitungsstand 4. März 2010 22:38 UTC. URL: Die Autoren und Versionen Der Text ist unter der Lizenz GNU Free Documentation License und der Lizenzbestimmungen Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported verfügbar.