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Die Stadt Ilanz liegt in Bezirk Surselva im Graubünden / Grigioni / Grischun .
Ilanz (romanisch Glion) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Surselva des schweizerischen Graubünden und ihres Zeichens die erste Stadt am Rhein. Die Kleinstadt, Hauptort des gleichnamigen Kreises, liegt am Vorderrhein inmitten der weiten Mulde Gruob, am Eingang des Tals Lugnez, wenige Kilometer oberhalb der Rheinschlucht Ruinaulta.
Als regionales Verwaltungszentrum, Sitz des Regionalspitals, Markt- und Schulort bildet Ilanz den Mittelpunkt der unteren Surselva. Gegenüber dem früher vorherrschenden sursilvanischen Idiom des Rätoromanischen hat sich Deutsch als Umgangssprache mehrheitlich durchgesetzt. Dennoch gab anlässlich der letzten Volkszählung eine knappe Mehrheit der Bevölkerung an, regelmässig Romanisch zu sprechen, und die geplante Einführung einer zweisprachigen Primarschule dürfte die angestammte Sprache in den nächsten Jahren wieder etwas stärken. Seit 1978 gehört die zuvor selbständige Gemeinde Strada zu Ilanz. Ilanz wirbt mit dem Slogan "Die erste Stadt am Rhein".

Quellenangabe: Die Seite "Ilanz" aus der Wikipedia Enzyklopädie. Bearbeitungsstand 2010-02-17T10:44:06Z UTC. URL: Die Autoren und Versionen Der Text ist unter der Lizenz GNU Free Documentation License und der Lizenzbestimmungen Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported verfügbar.

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pensionen.ch: pensionen " ; 4 Kanton Graubünden . Von Ilanz über Ruvis , Panix , den Quolm daPignu (7425 ' ) , (von wo aus sich der nahe Hausstock von tüch - tigen Bergsteigern erreichen lässt) und Jäzalp , ein ...
pensionen.ch: pensionen .... Sie liegt 2081 ' ü . M . (nächst Ilanz die höchste Stadt Europa ' s) , zwi -
pensionen.ch: Reichenau GR ...kommenden , wildflutenden Hinter - Rhein scharf zurückgedrängt . (Poststrasse nach Ilanz s . S . 301 , Weg über den Kunkels - Pass nach Ragatz S . 266 . ) Jenseit Reichenau führt die Strasse aufwärts stets dem Lauf des Hinter - Rheins entgegen ...
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Ilanz.Geschichte.

Die 765 im Testament von Bischof Tello urkundlich erwähnte Siedlung wird 1289 als Stadt unter dem Namen Illiande genannt. Die Deutung des Namens mit "Kornscheune" ist fragwürdig. [2] Zu Beginn des Mittelalters bestanden drei Siedlungskerne: Ober-Ilanz bei der Kirche St. Martin, Unter-Ilanz im heutigen Städtli und Sankt Nikolaus am linken Ufer des Vorderrheins. Zentrum des Ortes war vorerst wohl Ober-Ilanz, wo die bäuerliche Markgenossenschaft ihren Sitz hatte. Hier residierte auch der Minister des fränkischen Königs für den Verwaltungsbezirk Tuverasga zu dem die ganze Gruob gehörte. In Unter-Ilanz, im Bereich der St.Margarethenkirche und der Casa Gronda lag der bischöfliche Grosshof, den Bischof Tello 765 dem Kloster Disentis vermacht hatte.Die Bedeutung von Ober-Ilanz wurde bald von Unter-Ilanz abgelöst. Mit dem Zerfall der fränkischen Herrschaft hatte Ober-Ilanz seine Bedeutung als Sitz des Ministers verloren. Zudem war die Bedeutung des Grosshofs des Klosters Disentis in Unter-Ilanz gewachsen, da die Abtei ab dem 10. Jahrhundert an politischer und wirtschaftlicher Bedeutung gewann. Auch nahm der Verkehr über den Lukmanier zu, so dass das an der Lukmanierroute gelegene Unter-Ilanz an Bedeutung gewann.Der dritte Siedlungskern St. Nikolaus dürfte trotz fehlenden Hinweisen in Urkunden aufgrund siedlungshistorischen Überlegungen gleich alt, wenn nicht älter sein als das Städtli-Quartier; Bodenfunde belegen, dass der Lukmanierweg schon in urgeschichtlicher Zeit hier vorbeigeführt haben muss. Durch die wirtschaftspolitische Vorzugsstellung am Rhein erlangten die Ilanzer vermutlich in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts das Stadtrecht. Das Privileg einer Stadt umfasste nach mittelalterlichem Recht den Anspruch auf eigenen Markt, eigenes Gericht und auf Stadtmauern.Während das Marktrecht der Ilanzer unbestritten blieb, gelang es ihnen nicht, sich in gerichtlichen Dingen von der Gruob zu lösen. Immerhin erhielt die Stadt ein sogenanntes Stadt- oder Bürgergericht, das kleinere Streitigkeiten beilegen konnte und für fremde Marktleute zuständig war, die sich innerhalb der Mauern aufhielten. Auch das Recht auf Mauern nützten die Ilanzer. 1390 besass das Städtchen Mauern und Tore, denn ein Vertrag aus diesem Jahr meldet, dass Freiherr Caspar von Sax dem Stephan Sporer zu Erblehen gegeben habe ain hoffstat gelegen ze Inlantz in der stat bi dem undern tor an der ring muren under dem nüwen ärggel (Erker) von Rüdis Schniders hus.. Offenbar enthielt das städtische Gesetz eine Art Bauordnung, Regelungen für Brückenbau und Wuhren sowie eine Feuerpolizei- und Wirtschaftsordnung.Ilanz war jedoch trotz Stadtrecht keine freie Stadt wie etwa die Reichsstädte Zürich und Bern, sondern gehörte einem Stadtherrn, der Anspruch auf zahlreiche Entschädigungen in Form von Zinsen und Zöllen besass und von den Bürgern eine Steuer für den Schutz gegen feindliche Angriffe erhob. Herren der Stadt waren im ausgehenden 13. und 14. Jahrhundert die Freiherren von Belmont, benannt nach ihrer Burg Belmont in der Nähe von Fidaz. Die Belmonter, denen fast die ganze Gruob und die Val Lumnezia gehörten, mussten 1352 ihren Besitz gegen den Herrn von Werdenberg-Heiligenberg verteidigen, der mit seinen Truppen in die Gruob eindrang und Ilanz brandschatzte. 1483 zerstörte ein Brand die Stadt und die St. Margarethenkirche. Die Jahreszahl 1513 am Erdgeschoss des Obertors weist darauf hin, dass die Stadt relativ bald wieder aufgebaut wurde.1371 wurden die Freiherren von Sax-Misox die Stadtherren von Ilanz; sie hatten nach dem Tod des letzten Belmonters dessen Erbschaft angetreten. Unter ihnen begann für Ilanz ein rascher Aufstieg zu gesamtbündnerischer Bedeutung. Hier schlossen 1395 Abt Johannes von Disentis, ein gebürtiger Ilanzer, Graf Albrecht von Sax-Misox sowie Freiherr Ulrich der Mächtige von Rhäzüns den Landfriedensvertrag Part Sura, der die Grundlage des später in Truns erweiterten Grauen Bundes bildete. Die Bedeutung von Ilanz reichte bald über das eigentliche Bundesgebiet hinaus, war es doch nach der Vereinigung der Drei Bünde mit Chur und Davos im Turnus Tagungsort der allgemeinen Bundesversammlung, der obersten Behörde des bündnerischen Freistaates., ein im Januar 1524 abgehaltenes religiöses Streitgespräch, bereitete den Boden für die Reformation in Graubünden, das sich zu einem konfessionell gemischten Staatswesen entwickelte. In den Ilanzer Artikeln vom 25. Juni 1526 wurden die Rechte der Gemeinden gegenüber dem Churer Bischof entscheidend gestärkt.In der gleichen Kirche trat 1538 auch die erste evangelisch-rätische Synode zusammen. Ilanz wurde reformiert und blieb es rund dreihundert Jahre. Im 19.Jahrhundert führten zugewanderte Katholiken den katholischen Glauben wieder ein und bauten im Zentrum der heutigen Stadt 1879 eine Kirche.In den Bündner Wirren des beginnenden 17. Jahrhunderts war Ilanz auf der Seite der Franzosen- und Venezianer. Für manchem Gegner Spaniens gewährten Unterschlupf musste es unter österreichischer Besetzung büssen. Als Folge von Not und Armut machte sich der Hexenglaube breit, der in Ilanz während einiger Jahre zu zahlreichen Hexenprozessen führte.Als im späten 17. und 18. Jahrhundert Bünden seiner geopolitischen Lage wegen von den Grossmächten Europas umworben wurde, nahm Ilanz durch die Familie Schmid von Grüneck regen Anteil am politischen Geschehen. Die Schmid von Grüneck waren das bedeutendste Geschlechtes der Stadt. Sie erschien in Ilanz erstmals am Ende des 14. Jahrhunderts und starb im 18. Jahrhundert aus. 1544 wurde sie von Kaiser Karl V. in den Adelsstand erhoben und durfte das Prädikat "von Grüneck" tragen nach der gleichnamigen Burg, die allerdings schon damals Ruine war. Der Initiative der Familie Schmid von Grüneck verdankte Ilanz auch die Hilfe der reformierten Städte Zürich und Bern beim Wiederaufbau der Mauern und beim Schmuck der Tore von 1715 bis 1717.Als die Franzosen im ausgehenden 18. Jahrhundert die alte Staatsordnung auflösten und das Land 1803 als Kanton zur Eidgenossenschaft kam, verlor Ilanz seine Bedeutung als Bundeshauptort und als Tagungsort. Als Hauptort des Kreises Ilanz bewahrte es aber eine gewisse politische Bedeutung.

Quellenangabe: Die Seite "Ilanz.Geschichte." aus der Wikipedia Enzyklopädie. Bearbeitungsstand 17. Februar 2010 11:44 UTC. URL: Die Autoren und Versionen Der Text ist unter der Lizenz GNU Free Documentation License und der Lizenzbestimmungen Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported verfügbar.