Stadt Infos
Die Stadt Bergün/Bravuogn liegt in Bezirk Albula im Graubünden / Grigioni / Grischun .
Bergün/Bravuogn (deutsch Bergün, rätoromanisch Bravuogn, Doppelname offiziell seit 1943) ist eine politische Gemeinde im gleichnamigen Kreis, Bezirk Albula im Kanton Graubünden in der Schweiz. Das Dorf liegt im Albulatal an der Albulapassstrasse und an der Albulalinie der Rhätischen Bahn. In der früher romanischsprachigen, wirtschaftlich und kulturell eng mit dem Engadin verbundenen Gemeinde spricht man heute mehrheitlich deutsch. Bergün ist ein typisches Strassendorf. Zu beiden Seiten der ansteigenden Hauptstrasse reihen sich Häuser im Engadiner Stil aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, mit Fassadenmalereien Sgraffito, Erkern und Fenstergittern.
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Bergün/Bravuogn.Geographie.
Das Gemeindegebiet umfasst den gesamten Oberlauf der Albula nebst Seitentälern. Die Albula entspringt aus mehreren Quellen unterhalb des Albulapasses und der westlich benachbarten Fuorcla Crap Alv. Oberhalb einer markanten Talstufe bildet sie den , unterhalb schliesst sich der Talkessel von Preda an, in welchen von links das Val Mulix und von rechts das Val Zavretta münden. Der unterhalb Preda tief in die Felsen eingeschnittene Fluss zwang die Erbauer der Bahn zu der berühmt gewordenen Linienentwicklung mit mehreren Viadukten und Kehrtunnels. Unterhalb dieser Schlucht, an deren Ausgang sich das Seitental Val Tisch mit dem Haupttal vereinigt, erstreckt sich das Strassendorf Bergün (1'367 m ü. M.) in einer weiten Mulde. Hier mündet von rechts das insgesamt etwa 10 km lange, aus den drei Quelltälern Val Plazbi, Val da Ravais-ch und Val Salect entstehende Val Tuors ein. Knapp unterhalb des Dorfes liegt die Schlüsselstelle der Albulastrasse, die sich im Bergünerstein (Crap da Bravuogn) eng an den fast senkrecht abfallenden Fels schmiegt. Am mit 1'111 m ü. M. tiefsten Punkt der Gemeinde mündet von rechts die Ava da Stugl mit einer steilen Schlucht in die Albula. Sie entwässert das etwa 8 km lange Val da Stugl, ein Gebiet mit ausgedehnten Alpweiden.Das stattliche Territorium ist an allen Seiten von Dreitausendern umgeben. Die westliche Gemeindegrenze zieht vom vorgelagerten Chavagl Grond über den Piz Spadlatscha (2.871 m) zum dominierenden Piz Ela (3.339 m) und weiter nach Süden - nunmehr als Wasserscheide gegen das Oberhalbstein - über die Gipfel von Piz Val Lunga (3.078 m), Piz Salteras (3.111 m), Piz Bleis Marscha (3.128 m) zum Piz Laviner (3.137 m). Die anschliessende Südgrenze gegen das Engadin verläuft über Piz Bial (3.061 m), La Piramida (2.964 m) und die beiden Dschimels (2777 m und 2782 m) zum Piz da las Blais (2.930 m); diese Bergkette wird lediglich durch den Passübergang Fuorcla Crap Alv unterbrochen. Auf dem breiten, flachen Albulapass wird die Grenze durch den Punkt Cruschetta etwa 1 km westlich der Passhöhe markiert, dann nach Nordosten über Igl Compass (3.016 m), Piz Üertsch (3.267 m) und Piz Blaisun (3.200 m) zum Piz Kesch, der mit 3418 m den höchsten Punkt der Gemeinde bildet. Nördlich schliesst sich eine abwechslungsreiche hochalpine Landschaft an. Der Bergstock mit den Spitzen Piz Forun (3.052 m) und Piz Murtelet (3.019 m) ist ringsum von Hochtälern umgeben; die Pässe Fuorcla da Funtauna und Fuorcla Ravais-ch führen ins Engadin und nach Davos. Den nordöstlichen Eckpfeiler des Bergüner Gebietes bildet der im Piz Ducan (3.063 m) kulminierende Ducangrat. Vom Ducan Dador (3.020 m) ausgehend umgreift die Gemeindegrenze das oberste Val da Stugl und folgt dann dem an der Nordseite steil abfallenden Kamm über Maschengrat', Büelenhorn (2.808 m) und Stulsergrat zur vorspringenden Muchetta (2.623 m).Neben dem Hauptort gehören zur Gemeinde die am rechten Talhang gelegenen Dörfer Latsch (1.588 m) und Stuls (1.551 m), das erst seit dem Bahnbau um 1900 ganzjährig bewohnte Preda (1.789 m) am Nordportal des Albulatunnels, die Maiensässe Chants im Val Tuors, Runsolas im Val da Stugl und Naz sowie eine Reihe von Alpsiedlungen.Im Jahr 1997 wurden 21,4 % der Gemeindefläche landwirtschaftlich genutzt, der Wald nahm 20,4 % ein, die Siedlungen 0,8 %. Als unproduktiv galten 57,5 %.Nachbargemeinden sind Filisur, Davos, S-chanf, Zuoz (Exklave), La Punt-Chamues-ch, Samedan, Bever (Exklave) und Tinizong-Rona.
Tourismusbüro:
www.Bergün/Bravuogn.ch Bergün/Bravuogn.ch
www.Bergün/Bravuogn.com
Bergün/Bravuogn.com

Adressen:
www.pensionberguen-bravuogn.ch
www.pensionenberguen-bravuogn.ch
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Sehenswert/Wissenswert:
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Wissenswert
Suchtreffer aus historischen Reiseführern:
pensionen.ch: Bergün/Bravuogn
Textauszug aus Wikipedia: ...ergänzt (Vgl . Jürg A . Bossardt und Diego Giovanoli: Bergün/Bravuogn , 1983 (Schweizerische Kunstführer)) . Das Zentrum des unteren Dorfteils bildet der Platzturm la Tuor aus dem 12 . Jahrhundert . Hauptattraktion für Eisenbahnfreunde ... |


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Bergün/Bravuogn.Geschichte.
Um die (auf Gemeindegebiet Filisur gelegene) Burg entstand im 12. Jahrhundert ein kleines Herrschaftsgebiet, welches 1394 in den Besitz des Churer Bischofs kam. Urkundliche Erwähnung fanden Latsch im Jahre 1154, Bergün 1209 und Stuls 1270. 1537 konnte Bergün die bischöflichen Rechte durch Geldzahlung ablösen und erlangte damit die volle Souveränität innerhalb des Gotteshausbundes. Das Gericht Bergün umfasste auch die Nachbarschaften Filisur, Latsch und Stuls.Neben der Viehwirtschaft bildeten der Passverkehr über den Albula und der Bergbau die Lebensgrundlagen des Ortes. Unter Einsatz von Sprengstoff - damals eine Premiere im Bündner Strassenbau - wurde 1696 ein neuer Fahrweg durch den Bergünerstein gebaut. Abbau und Verhüttung von Eisenerz (Hämatit) aus dem hinteren Val Tisch und Val Plazbi erlebten ihre letzte Blütezeit um 1840.Als 1903 die Albulabahn eröffnet wurde, erwarteten die Bergüner einen touristischen Aufschwung, der das Dorf auf das Niveau der Oberengadiner Kurorte St. Moritz und Pontresina heben sollte. Zeugnis jener Hoffnungen ist das 1905 erbaute Kurhaus. Dass sich Bergün bereits im Ersten Weltkrieg von diesen hochfliegenden Plänen verabschieden musste, betrachtet man heute eher als eine glückliche Fügung, denn so konnte das Dorf sein historisches Ortsbild unverfälscht bewahren.Die im Jahre 1851 zu selbständigen politischen Gemeinden erhobenen Latsch und Stuls wurden 1912 beziehungsweise 1921 wieder mit Bergün fusioniert.
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